Verein

Geschichte der Spittl-Narren

Nachdem in alten Protokollen und Beschreibungen des Heiliggeistspitales in Munderkingen, verschiedene Hinweise über Fasnetaktivitäten gefunden wurden, entschloss sich der Verein zur Pflege des heimatlichem Brauchtums 1992 eine Fasnetsfigur den "Spittl-Narr" ins Leben zu rufen.

Auf der Suche nach einer geeigneten Maske wurden wir in der alten Spittalscheuer fündig. Dort befanden sich zwei wunderschöne Schnitzereien aus dem Jahr 1740 (sie befinden sich im Ehinger Museum). Bei der Darstellung handelt es sich um dämonenabweisende Schreckensmasken (Neidköpfe). Diese Schnitzereien wurden als Grundlage für die Masken verwendet. Als Larvenhaube wird ein Lammfell angebracht, dies soll an die frühere Zunft der Gerber erinnern.
Spittelmaske Mann
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Spittelmaske Frau
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Das "Häs" der Spittlnarren

Das Häs besteht aus einem bemalten weißen Leinenstoff. Auf der Rückseite befindet sich das alte Stadtwappen. Die Vorderseite ist mit Motiven und Ansichten von Munderkingen gestaltet. Beide Ärmel werden mit heimischen Blumenmotiven bemalt. Sie sollen an den Frühling erinnern.   Dazu wird eine weitfallende Kniebundhose getragen. Die Farben rot und weiß sind die Stadtfarben und sollen an die mehr als 500-jährige Zugehörigkeit der Donaustadt zu Vorder-Österreich erinnern. Ein Schellengurt um den Leib getragen gehört wie der Holzkläpper zum "Spittl-Narr" dazu.